DIY – Pappmaché Halloween-Kürbis


Pappmaché Halloween-Kürbis für den Vorgarten

Lange war ich auf der Suche nach einer schönen Herbst-/Halloween-Deko für die Haustür, aber entweder war mir größere Deko zu teuer, oder zu schade. 
Zu schade, damit meine ich einen echten Kürbis, denn das Problem ist : Keiner bei uns möchte Kürbis essen 🙁   Und zum wegwerfen sind Lebensmittel einfach wirklich zu schade !
Warum also nicht schummeln und einen unechten Kürbis hinstellen ? 
Der hat auch noch den Vorteil, dass man ihn vielleicht auch noch im nächsten und mit viel Glück im übernächsten Jahr nochmal hinstellen kann 🙂
Also los geht`s ……
Auf jeden Fall würde ich damit schon mindestens Ende September anfangen, denn meiner ist – trotz kuscheliger Temperaturen im Heizraum – recht schwer getrocknet. und ich wollte ihn wirklich gut austrocknen lassen, damit die ganze Arbeit nicht umsonst ist und er zusammenfällt oder zusammensackt.
Im Partyregal bei REAL habe ich mir erst einmal eine Tüte mit Riesen-Luftballons gekauft. Die sind auch sehr viel stabiler als die herkömmlichen Ballons.     
Und nun heisst es Ballon aufblasen. Viel Spaß dabei !  Also da braucht man schon ganz gut Luft, Ich habe eine Weile gebraucht.  Der Ballon sollte nicht so ganz straff aufgepustet sein, weil er nachher noch in Form gewickelt werden muss.    
Vielleicht hat jemand einen Taucher in der Nachbarschaft, den würde ich mir erst einmal ausleihen ausleihen 😀 
Den Rüssel (oder wie nennt man den Teil wo man die Luft reinpustet ? ) nach oben drehen, denn den brauchen wir nachher noch als Kürbis-Stil.   Ich habe mir noch einen 2. kleineren Kürbis gemacht, damit der große Kürbis nachher nicht so einsam ist. 
Nun kommt er mir ganz gelegen, denn ich habe vergessen von dem großen Ballon Fotos zu machen, nachdem er mit der Strippe in Form gewickelt war. Aber das kann man an dem kleinen Kürbis ganz gut sehen.
Dazu nehmen wir uns ein Ende von einer ganz normalen Paketschnur und binden die am „Kürbis-Stiel in spé“ schön fest und legen die nun einmal unten herum, ziehen sie etwas straff und knoten sie wieder am Stil fest.
Nun legen wir die Schnur wieder ein wenig versetzt unten herum und binden sie wieder am Stiel fest. Dadurch wird der Stiel auch schon vorgearbeitet !
Ja, dass macht Ihr nun so oft, bis der Ballon die typische Kürbisform hat.

Und nun kommt der anstrengende Teil …. Pappmaché !

Da ich das zum ersten Mal gemacht habe, habe ich im Internet Ausschau gehalten nach Rezepten dafür. Man wird auf vielen Seiten fündig und wer vielleicht das bessere Rezept, oder selbst Erfahrung hat, der sollte seine bewährte Methode nehmen.
Die von mir gewählte Methode, die wohl „Pulpe“ heisst,  habe ich gewählt weil sie wohl sehr viel stabiler ist im Gegensatz zu der „Kaschiermethode“ , wo nur einzelne Lagen übereinander gelegt werden. Da ich keine Erfahrung hatte, wollte ich auf Nummer Sicher gehen.
Rezept:
Tageszeitungen / Wochenzeitungen etc hatte ich vorher gesammelt (denke mal so 5 Stk.)  und die vorher durch den Reisswolf geschoben, damit ich schon kleine Schnipsel habe.
In einem großen Kochtopf (10L) habe ich dann heisses Wasser und Zeitungschnipsel nach und nach abwechselnd dazu gegeben und schon mit dem Handmixer  (habe mir so einen billigen für 6 Euro in so einem Billigladen gekauft, weil ich nicht wusste ob der das überlebt) immer gequirlt, dass die Zeitung in dem Wasser zu einer Art Brei wird  (irgendwas zwischen Suppe und Brei).
Das habe ich so lange gemacht bis der Topf gut halb voll war und habe dann diese grau-schwarze Pampe ein paar Stunden auf kleiner Hitze vor sich hinköcheln lassen.
Bevor ich nun das überschüssige Wasser abgieße habe ich den Topf ein wenig abkühlen lassen und ihn dann durch ein altes Fliegengitter (meins war auf einem Rahmen) abgegossen und ausgepresst.
Die Masse die nun schon formbar wäre, habe ich in einem Eimer gegeben und  (Handschuhe nicht vergessen) dann eine halbe Packung Tapetenkleister nach und nach zu der Masse gegeben und dabei immer schön mit den Händen verknetet  (wichtig, damit der Kleister nicht klumpt !!)
An dieser Stelle sei angemerkt, dass in einigen Rezepten auch noch eine Halbe kleine Flasche Holzleim dazu gegeben wird, weil das auch noch mal mehr härtet, aber ich hatte leider keinen zur Hand. Ging auch so !
Man kann die fertige Pappmaché-Masse ein paar Tage auch gut aufheben. Am besten bewahrt ihr den Rest in einer alte Tuppa-Schüssel auf (die nicht mehr gebraucht wird ), oder einem Eimer den ihr gut abdeckt und halbwegs kühl stellt (Keller / Kühlschrank) . 
Nun hatte ich mir eine Schüssel gesucht, wo ich den Kürbis gut drauf stellen und nachher auch trocknen lassen kann, zumal ich ihn vorsichtig schon ringsum mit Pappmaché-Masse belegt hatte und er nun mehr als empfindlich war.   SEHR EMPFINDLICH !!!!!
Aber ich bin zu ungeduldig für das arbeiten in Etappen.

Ja und los gehts mit dem modellieren………

…. was für eine elende Arbeit .. *lach*.. aber irgendwie macht es auch Spaß !

Ich hatte mir vorher den Ballon  mit einer Lage Servietten und Decoupage-Kleber belegt, weil ich dachte dann haftet die Pappmaché-Masse besser, aber war für die Katz. Das hat sich dann immer gelöst und ist so nahtlos in die Pappmaché -Masse übergegangen. Könnt Ihr Euch also sparen.
Ja und so formt Ihr Euch nach und nach Euren Kürbis. Achtet auf seine natürliche Form, macht ihm Riefen rein, verdickt ein wenig noch die einzelnen Wangen und arbeitet den Kürbis-Stiel nachher schön aus. Er darf ruhig ein wenig krumm und schief sein, damit es natürlich aussieht.

Und nun heisst es trocknen lassen


Ich habe den kleinen Kürbis nach 2 Tagen nur noch auf eine Alufolie gestellt, aber der war auch nicht so empfindlich (der große war in nassem Zustand ganz schön wabbelig)
Den großen habe ich täglich kontrolliert und auch nach 3 Tagen vorsichtig mit den Händen gleichmäßig angehoben und ein wenig gedreht, damit er nicht schimmelt und von allen Seiten trocknen kann.Und so jeden Tag dann ein wenig weiter gedreht auf seiner Schüssel.
Ich habe den Fake-Kürbissen Zeit gelassen und sie da 14 Tage, wenn nicht sogar 3 Wochen  in Ruhe trocknen lassen. Wollte ganz sicher gehen.

Endlich anmalen !!!!

Ja und nun folgt eigentlich nur noch das anmalen. Hier kann man sich richtig austoben 🙂
Leider habe ich von dem anmalen keine Fotos für Euch, weil ich das schlichtweg vergessen habe, aber anmalen ist ja nun die leichteste Übung.
Da mein Schrank voll ist mit teuren Künstler-Acrylfarben, habe ich natürlich die genommen, ABER wenn ihr das nicht habt, dann holt Euch einfach bei Thomas Phillips ein Billig-Set-Acrylfarben (kann man auch online bestellen). Das reicht für diesen Zweck alle Male aus !!!!!
In dem hier für knapp 7 Euro habt ihr alle Farben die Ihr benötigt und die Menge reicht auch aus:
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Schnappt Euch einen Pinsel, mischt auf einem Teller Rot + Gelb zu einem schönen hellen Kürbisorange. Vorsicht, nicht zu dunkel machen, denn Acrylfarben dunkeln oft leicht nach, wenn sie trocknen. Geht lieber heller ran. Dunkler machen ist nachher einfach und sogar gewünscht, weil es dann so den unregelmäßigen Natur-Look bekommt .
Nun bemalt erst einmal Eure Kürbisse komplett in dem schönen hellen Orange, bis ringsherum alles schön gleichmäßig gedeckt ist. Nachdem Ihr die eine Hälfte bemalt habt, geht einen Kaffee trinken, Zigarette rauchen und auf`s Klo, in der Zwischenzeit ist die Acrylfarbe trocken und Ihr könnt drehen und die andere Hälfte anmalen.
Und schon wieder ist Zeit für Kaffee, Zigarette und Klo 🙂 
Nun geht es an das Ausarbeiten. Dazu mischt Euch zu dem Orange noch einen Hauch Rot und einen Hauch Braun, so das Euer Orange nun dunkler und kräftiger aussieht und mischt vielleicht ein wenig (!)  Wasser dazu, damit die Farbe leichter und transparenter wird. Arbeitet nun die Rillen der Länge nach aus, lasst die Farbe ein wenig auslaufen auf die Wangen (dabei aber nicht mehr die Wangen anmalen, denn die sollen ja heller bleiben !)
Und nun muss Euer Gefühl und Geschmack Euch leiten… arbeitet lieber in vielen dünnen Schichten, als das es nachher zu zugepampt aussieht.Bedenkt das Ihr ja Licht & Schatten darstellen wollt, so wie es auf einem echten Kürbis auch wäre.   
Da Acryl ja schnell trocknet macht das sogar mehr Spaß, weil man sieht wie es sich entwickelt.
(Wowww nun habe ich gerade eine tolle Idee für einen neuen Kürbis oder ein Bild auf Leinwand.. hmmm… .. mal sehen.. hihi)

Arbeitet dann auch mit stark verdünntem Braun die  Riefen noch mal schmal aus. Bitte keine Striche machen, sondern leicht auslaufend dünn auftragen 
Nun auch oben mit stark verdünntem Braun einen Schatten für die Vertiefung am Stiel auftragen  und dann mit weniger verdünntem Braun den Stil anmalen. Mit Grün über den Stiel fahren (kann man auch gut mit dem Finger.. ….einfach grün Farbe auf den Finger und zart hoch und runter fahren, dass er so den typischen Kürbisstiel bekommt.
Nun würde ich noch etwas von dem Gelb nehmen und als Lichterglanz auf die Oberkanten der  Wangen setzen, dann hebt sich dass noch plastischer ab.
Jo, nun trocknen lassen und dann am nächsten Tag mehrfach mit wetterfesten Acryl-Klarlack einsprühen (bitte wirklich erst am nächsten Tag, damit auch die Farbe komplett trocken ist).
Wichtig ist hier das Ih wirklich mehrfach sprüht und sehr sorgfältig arbeitet, denn wir dürfen nicht vergessen, dass es Pappmaché ist und es im Herbst oft sehr feucht ist. Es wäre zu schade, wenn der gleich die erste Saison nicht überlebt !!!! 
Ja und nun viel Spaß beim dekorieren …..
und einen wunderschönen goldenen Herbst 🙂 


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